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Biologisch-Dynamische Landwirtschaft
arbeitet mit der Natur. Sie bewirkt im Boden Humuszunahme und damit erhöhte Speicherfähigkeit für Wasser und Luft, ermöglicht wesensgerechtes Wachstum der Pflanzen, die wiederum Tier- und Menschen-gerechte Nahrung geben. Für den professionellen Bauern bringt das konstantere Erträge.
Der biologisch-dynamische Anbau ist erwiesenermassen eine der nachhaltigsten aller landwirtschaftlichen Anbaumethoden (siehe Bericht (Science 2002) über den noch immer laufenden DOK-Versuch des Forschungsinstituts für biologischen Landbau)
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Der biodynamisch Tätige unterstützt Lebensprozesse. Je "wohler" die Lebewesen in seinem Einflussbereich sind (ungeachtet der physischen Grösse), desto wesensgemässer werden auch die Nahrungsmittel für uns Menschen. Wenn es den Mikroben im Boden gut geht, wächst der Humusgehalt im Boden. Der Boden wird sichtbar dunkler, krümelig. Interessant ist dabei, dass dann der "Unkraut"- Druck stark nachlässt. ("Unkraut" sind eigentlich Heilkräuter. Sie liefern dem Boden das, was ihm fehlt. Wenn nichts mehr fehlt, sind die Samen dieser Heilkräuter zwar da, sie schlummern und warten.) Mit Grün- beziehungsweise Flächendüngung oder dem Ausbringen von mit den biodynamischen Kompostpräparaten versehenen Kompost wird die Fruchtbarkeit weiter unterstützt. Mit Pflügen und Fräsen kann der Boden stark geschädigt werden. Ohne Pflügen, mit minimaler Bodenbearbeitung sind Biodynamikern höhere Erträge möglich.

Im folgenden mehrere Darstellungen von biologischer Landwirtschaft.
Hier der Link zur Dritten Darstellung

1. Das Spezifische der biologisch-dynamischen Land- wirtschaft

1.1. Die biodynamischen Präparate

Allgemeines:

Die Präparate vermitteln den Pflanzen Kräfte, die aus der umgebenden Luft, dem Boden und der gesamten Biosphäre stammen.
Wir unterscheiden zwischen den Kompostpräparaten und den Spritzpräparaten.

a) Die Kompostpräparate

Sie dienen dem lebendigen Aufbau des Bodens, der mit Hilfe der Präparate: Schafgarbe, Kamille, Brennessel, Eichenrinde, Löwenzahn und Baldrian gesunden kann. Die wichtigsten Pflanzennährstoffe werden in eine organische Ordnung gebracht. Der Jahresrhythmus spielt eine wesentliche Rolle und kann mit dem menschlichen Tageslauf verglichen werden. Auch beim Menschen sollten Wachen und Schlafen, Leistung und Erholung immer im Gleichgewicht bleiben. Der Boden als Grundlage für gesundes Wachstum benötigt eine ähnliche Pflege. Auch einseitige Wettersituationen bedeuten für den Boden und die Pflanzen oft Stress. Mit solchen Stessituationen muss der Landwirt umgehen können.

Herstellung
Die gesammelten Pflanzenteile – meistens handelt es sich dabei um die Blüten – werden in die entsprechenden tierischen Hüllen gepackt und den Winterkräften der Erde ausgesetzt. Das geschieht, indem man nach der Herstellung jedes Präparat für sich in eine Erdgrube legt über die Zeit von Ende September bis März (Michaeli bis Ostern). Während dieser Zeit vollzieht sich unter Einwirkung der im Boden ruhenden Winterkräfte ein Prozess der „Verwandlung“, die Präparatepflanzen verbinden sich mit den Kräften der Hüllorgane, eine neue Substanz ist entstanden. Sie sind reif geworden und können nun ausgegraben, gelagert und jederzeit verwendet werden.

Anwendung
Die Kompostpräparate werden in kleinen homöopathischen Mengen dem Mist, dem Pflanzenkompost oder der Gülle beigegeben. Beim Ausbringen von Mist, Kompost und Gülle werden sie aufs ganze Land verteilt.

Die Präparte und ihre Wirkungen
Jedes der fünf Kompostpräparate hat seine besondere Aufgabe, jedes fördert spezifische Aufbauprozesse im Boden.

Schafgarbenpräparat (Blüten in Hirschblase präpariert, Nr. 502)
Die Anpassungsfähigkeit an den Standort einer Pflanze wird erhöht. Es ermöglicht den Pflanzen, die feinen Wirkungen aus dem weiteren Umkreis zu nutzen und wirkt dadurch belebend. Fördert die Kalium-Schwefelprozesse.

Kamillenpräparat (Kamillenblüten im Rinderdarm präpariert, Nr. 503)
Dieses Präparat wirkt durch seinen besonderen Schwefelgehalt in Beziehung zu Calzium und vermittelt dem Boden Gesundungskräfte, die von innen heraus in der Pflanze wirksam werden. Den Dünger macht es stickstoffbeständiger.

Brennesselpräparat (Brennessel in Erde, Nr. 504)
Dieses Präparat unterstützt durch seinen besonders feinen Schwefelgehalt die beiden obigen Präparate. Zusätzlich vermittelt es dem Kompost und damit dem Boden die Beschaffenheit, dass die jeweilige Kultur sich artgemäss aus den Stoffen und Kräften in Luft und Boden ernähren kann.

Eichenrindenpräparat (Eichenrinde in Haustierschädel, Nr. 505)
Überall da, wo wuchernde Lebenskräfte überhand nehmen wollen, greift das Eichenrindenpräparat ein. Es bringt die Formkräfte an die Orte, wo sich sonst Pflanzenkrankheiten entwickeln könnten. Kalziumpozesse werden angeregt.

Löwenzahnpräparat (Blüten im Rindergekröse präpariert, Nr. 506)
Es bewirkt, dass die Kieselsäure aus der Umgebung angezogen wird und macht die Pflanze empfindsam für alles, was in ihrer Umgebung wirkt. Kieselprozesse stehen im Mittelpunkt.

Baldrianpräparat (Saft oder Auszug aus den Blüten, vergoren, Nr. 507)
Seine besondere Beziehung zum Phosphor als Verwalter der Lichtkräfte gibt dem Boden die Fähigkeit, sich dem Phosphor gegenüber richtig zu verhalten. Er regt diese Prozesse an, sie kommen in der Blütenbildung und Fruchtbildung zur Wirkung.

Was bewirken die Hauptnährstoffe:


Stickstoff ist für das Wachstum in Blatt und Stengel, sowie für den Aufbau von Eiweiss und Chlorophyll wichtig.
Phosphor ist wichtig für den Aufbau von Eiweiss, zur Förderung der Blüten- und Fruchtbildung.
Kalium erhöht die Standfestigkeit und die Resistenz gegenüber pilzlichen Schaderregern und saugenden Insekten.
Magnesiumm ist ein wichtiger Baustein für das Chlorophyll und fördert zahlreiche Stoffwechselvorgänge.
Kalzium ist ein wichtiger Baustein für die Zellwände und ist für zahlreiche Prozesse wie Atmung, Zellteilung und -streckung, notwendig.
Schwefel dient der Pflanze vor allem zum Aufbau von Eiweiss und fördert zahlreiche Stoffwechselvorgänge.

b. Die Spritzpräparate

Sie sind unter der Bezeichnung Hornmist (Präparat 500) und Hornkiesel (Präparat 501) bekannt. Beide Präparate begleiten die Pflanze während ihres ganzen Lebens von der Aussaat bis zur Ernte. Beide Spritzpräparate werden ausgebracht nach einer einstündigen Dynamisierung durch Rühren.

Anwendung und Wirkung


Das Hornmist-Präparat
Das Hornmist-Präparat wird bereits vor oder während dem Aussäen über das gut vorbereitete Land gespritzt. Dadurch werden das Keimen und die Entwicklung der ersten Wurzeln angeregt. Besonders die erste Entwicklungsphase der Pflanze wird damit gefördert. Dies ist für die Nahrungsqualität besonders wichtig. Das Präparat wirkt nachhaltig positiv auf die Bodenfruchtbarkeit. Der während 21 Jahren durchgeführte Langzeitversuch DOK des FiBL zeigt dies eindrücklich.

Das Hornkiesel-Präparat
Das Hornkiesel-Präparat dagegen wird etwas später auf die sich entwickelnden Blätter ausgebracht, indem es in feinen Tröpfchen vernebelt wird. Seine Wirkung kann am besten mit einem sonnigen, warmen Sommertag verglichen werden. Die Aromabildung und viele typische Qualitätsmerkmale können damit gesteigert werden. Sogar die Haltbarkeit von Lagergemüse wird verbessert.

1.2 Die Hofindividualität


Für den biodynamischen Landwirt oder Gärtner sind die klimatischen und örtlichen Verhältnisse die prägenden und gleichzeitig begrenzenden Faktoren auf seinem Betrieb. Er stellt sich darauf ein und produziert gemäss den Möglichkeiten seiner individuellen Grundlage. Dadurch ist auch die Futtergrundlage gegeben. Sie bestimmt die mögliche Zahl der Tiere, die davon ernährt werden kann. Diese wiederum geben die Düngermenge, die zur Verfügung steht. Die gesamte Produktion eines biodynamischen Betriebes orientiert sich an dieser Düngermenge.
Als Individualität wird es deshalb bezeichnet, weil ein möglichst geschlossener Stoffkreislauf angestrebt wird, ohne Fremdzufuhr von Dünger (Mist oder Kompost) und Futtermittel. Ein in sich geschlossener Betriebsorganismus in der Produktion ist eine Zielvorstellung in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

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Was heisst das für die Produktion?
  • Alle Massnahmen sind ein Teil der Individualität.
  • Der Betrieb ist harmonisch in eine Gesamtheit eingebunden.
  • Einer Überbelastung oder einer Übernutzung der natürlichen Ressourcen wird vorgebeugt.
  • Eine vielseitige Tierhaltung wird angestrebt, einseitige Tiermast ist nicht möglich.
  • Die Fruchtfolge ist ausgewogen.

1.3 Die artgerechte Tierhaltung


Nicht nur die Pflanze wird so gepflegt und gehegt, dass sie sich in ihrem Umfeld harmonisch entwickeln kann. Auch die Tiere werden artgerecht, ihrem Wesen gemäss gehalten. Kulturpflanzen sind ohne die umsichtige Pflege des Landwirtes oder Gärtners nicht überlebensfähig. Auch unsere Haustiere wurden durch die jahrtausendealte Beziehung zum Menschen domestiziert und sind auf den menschlichen Kontakt eingestellt.
Eine artgerechte Haltung von Nutztieren will ein Gleichgewicht herstellen von Leistung, Fruchtbarkeit, Gesundheit und Lebensdauer.

1.3.1 Bestimmungen

Die geltende Tierschutzverordnung muss vollumfänglich eingehalten werden. Das Halten von enthortem Rindvieh ist nicht gestattet. Das Futter muss zu mindestens 80% aus der hofeigenen Produktion stammen. Konventionelles Futter darf nicht zugekauft werden. Zuchttiere – mit Ausnahme der Stiere – stammen aus Demeter- oder Biobetrieben. Ausnahmen bedürfen einer Bewilligung der Kommission für Richtlinienfragen. Ausgenommen davon sind lediglich Arbeits- und Reitpferde.

1.3.2 Haltung

Die Tierhaltung hat nach artgemässen Gesichtspunkten zu erfolgen. Die Aufstallungsform und sonstige Haltungsbedingungen müssen so beschaffen sein, dass die Tiere nicht unnötig in ihren Verhaltensgewohnheiten und Bewegungsabläufen behindert werden. Die Tiere müssen z.B. ungestört aufstehen und abliegen können. Die schweizerische Bio-Verordnung erlaubt die Anbindehaltung für grössere Betriebe nur noch bis zum Jahr 2010.
Gentechnologisch veränderte Tiere und Tiere aus Embryotransfer (zurück bis zur zweiten Generation) dürfen auf biologisch-dynamisch bewirtschafteten Betrieben nicht gehalten werden.

1.3.3 Beispiele


    1.3.4 Bienen

    Der Haltung von Bienen wird grosse Bedeutung zugemessen. In Mitteleuropa ist es jedoch derzeit kaum sicherzustellen, dass Bienen ausschliesslich ökologisch bewirtschaftete Flächen befliegen. Die Massnahmen im Zusammenhang mit der Pflege des Bienenvolkes müssen sich im Sinne der biologisch-dynamischen Landwirtschaft an den Bedürfnissen des Biens orientieren.


      1.4 Die kosmischen Einwirkungen


      1.4.1 Grundlage

      Der Lebensraum der Pflanzen erstreckt sich von der Wurzeltiefe unter der Erde bis über die Sonne hinaus in den planetarischen Raum. In dieser Polarität entwickelt sie sich. Der Jahreslauf ist ein wichtiger Faktor für die Gestaltung der Lebensrhythmen. Insbesondere werden die Einflüsse des Mondes beachtet. Aber auch die übrigen Planeten sind an der Pflanzenbildung beteiligt.
      Die Erde besitzt ebenfalls ihre eigenen Rhythmen. Allein durch ihre Drehung um die eigene Achse innerhalb von 24 Stunden entstehen pulsierende Bewegungen, Tag und Nacht. Die mit der Aus- und Einatmung beim Menschen vergleichbaren Veränderungen innerhalb der Atmosphäre haben auf die Pflanzen den grössten Einfluss. Alle pflanzlichen Lebensprozesse ordnen sich in diesen Tagesrhythmischen Verlauf ein. So ist z.B. die Zellteilung nachts um 3.00 Uhr am aktivsten, die Zellstreckung hingegen ist in den Nachmittagsstunden am intensivsten. Die Assimilate in den Blättern wandern am Nachmittag in die Wurzeln hinunter, am Morgen strömen die Säfte von den Wurzeln nach oben, um 9.00 Uhr morgens erreicht diese Aktivität ihren Höhepunkt. Die Blatt- und Stengelzellen sind dann sehr prall und wirken frisch. Am Nachmittag hingegen werden die Blätter schlampig und hängen schlaff in der Sonne. Deshalb werden alle Blattgemüse am Morgen geerntet. Werden dabei zusätzlich die Mondphasen berücksichtigt, kann die Qualität im Bereich Geschmack und Haltbarkeit weiter gesteigert werden – entscheidende Faktoren für den Verkaufserfolg.
      Als Beispiel für den Umgang mit Pflanzen sei hier eine wichtige Grundlage aus dem biologisch-dynamischen Lehrbuch dargestellt. Erde-Kosmos, Ausatmen-Einatmen, Quantität-Qualität: Diese Polaritäten finden wir überall, wo wir es mit pflanzlichem Leben zu tun haben. Schiller und Goethe befassten sich bereits mit diesen Phänomenen und beschrieben sie mittels den beiden Begriffen Stofftrieb und Formtrieb. Rudolf Steiner erweiterte diese beiden Begriffe, indem er die Planetenwirkungen von Mond, Merkur und Venus dem Stofftrieb zuordnete. Die Wirkung von Mars, Jupiter und Saturn hingegen dem Formtrieb. Ausführlich hat er dies im landwirtschaftlichen Kurs von Koberwitz 1924 behandelt.


      Stofftrieb (Lebenskraft, wuchernde Triebkraft):
      Hier handelt es sich um die Säfte, die von den Wurzeln nach oben strömen. Überwiegt diese Strömung in der Pflanzenbildung, so finden wir grobe Blattformen vor, wie z.B. bei Rhabarber, grosser Huflattich etc. Dasselbe Phänomen tritt hervor, wenn wir Erlen, Eschen oder Haselbüsche bis auf den Stock zurückschneiden und die ersten darauf folgenden Austriebe betrachten.
      Formtrieb (Förderung der qualitativen Eigenschaften): Dies wird zum einen vom Licht der Sonne, gefolgt von den Wirkungen der Planeten Merkur und Venus bewirkt, zum anderen aber auch durch die Wärme und Hitze besonders im Sommer. Je mehr die Pflanze dem Blühen sich nähert, desto stärker treten die Wachstumsprozesse zurück. Die reine Form und Gestalt tritt in der Blüte durch die Farbe und die Anordnung der Blätter hervor.
      Im Gebirge sind diese Wirkungen gegenüber den irdischen Kräften wesentlich stärker.

      1.4.2 Die Aufgabe des Landwirtes

      Sie besteht darin, mit diesen Strömungen umzugehen. Sie können auf vielfältige Art und Weise beeinflusst werden. Zunächst haben die beiden Spritzpräparate einen förderlichen Einfluss. Die Beachtung der Mondrhythmen ist ebenfalls eine Möglichkeit, auf die Ausprägung der Pflanze Einfluss zu nehmen. Die Forschungen von Maria Thun haben gezeigt, das z.B. die Lagerfähigkeit oder der Ertrag je nach Mondstand im Tierkreis unterschiedliche Resultate hervorbringen kann.

      1.4.3 Praktische Umsetzung

      Für ein rasches und kräftiges Wachstum werden für die Aussaat die Tage um den Vollmond herum als besonders geeignet betrachtet.
      Der siderische Mondrhythmus (27.5 Tage für einen Umlauf durch den Tierkreis) wird nach den Angaben im Aussaatkalender von Maria Thun bei verschiedenen Pflegemassnahmen berücksichtigt.

      1.4.4 Beispiel einer Zwiebelpflanzung

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      Zwei Ströme formen die Pflanze: Formtrieb und Stofftrieb

      Was die Sterne tun, das bilden die Pflanzen getreulich nach.
      Formtrieb

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      Das Sonnenlicht formt mit Hilfe der Wirkungen von Merkur und Venus von der Peripherie her.
      Licht- und kosmische Wirkungen

      Goethe spricht von einer Verfeinerung der rohen Säfte von unten nach oben.

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      Stofftrieb – Wucherndes Leben

      Daraus ergeben sich in der Blattbildung „Lichtformen“ und „Finsternis-formen“.
      Beispiel:

      Bei den Hahnenfussgewächsen können beide Blattformen an derselben Pflanzen betrachtet werden.

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      Links schematisch ein Blatt, wie es der an schattigen Standorten wachsende Pestwurz oder der Rhabarber aufweisen. In der Mitte die stark eingeschlitzte Lichtform mit nierenförmigem Gesamt-umriss. Rechts der Hahnen-fuss, der die Gestalt seiner unteren Blätter dem wässerigen dunklen Lebens-bereich anpasst und die Blattformen weiter oben abrupt in die Lichtformen verwandelt. In der Wechselzone ist sichtbar, wie sich die beiden Ströme in der Pflanze begegnen.

      Prinzip

      Düngen

      Resultat

      Kräftedenken

      Kosmische und terrestrische Kräfte mit einbeziehen.
      „Geistige Dimension“

      Natürliche Dünger und die biologisch-dynami-schen Prä-parate, die den Boden verlebendi-gen.
      Dadurch erfolgt der Humus-Aufbau und bestmögliche Nährstoffgrundlage für die Pflanzen.
      Wirkliche Boden-struktur und damit Humus entstehen nur, wenn die Pflanzen im Zu-sammenhang mit den Bodenpilzen sich ihre Nahrung selbst aufbereiten.

      Vitalere Pflanzen, die ihre über-schüssigen Kräfte dem Menschen zur Verfügung stellen können.

      Stoffdenken

      Es werden vorwiegend die materiellen Substan-zen betrachtet.

      Was die Pflanzen an Nährstoffen für ihr Wachstum aus dem Boden aufnehmen, wird ihm in Form von Dünger wieder zugeführt.
      Der Boden wird als Speicher für Nährstoffe gesehen und nicht als selbständiger Orga-nismus.

      Biologisch-dynamische Landwirtschaft - ein anderer Kurzbeschrieb

      Biologisch-dynamische Landwirtschaft ist eine umfassende biologische Anbauweise in der keine künstlichen Dünger und kein chemisches Spritzen gebraucht werden. Biodynamische Gärtner und Landwirte arbeiten unter Zuhilfenahme einer breiten Palette natürlicher Substanzen und Methoden, dazu gehören auch biologische Aktivierungs-Präparate die Boden und Pflanzen wirksam beleben. Die Pflanze wird in einer ganzheitlichen, umfassenden Art und Weise wahrgenommen, betrachtet, nicht nur isoliert in einem Stück Boden - die Einflüsse von Boden, Wasser im Boden, Atmosphäre, Licht und Wärme, des Kosmos (Sonne, Mond, Planeten und Sterne) auf die Pflanze werden alle berücksichtigt. Diese Elemente werden bewusst ins Gleichgewicht gebracht, was der Pflanze ermöglicht zu ihrem vollen Potential an Gesundheit und Lebenskraft zu wachsen. Das ergibt schönste, geschmackvollste, wesensgerechte Nahrungsmittel.

      Der Boden ist die wichtigste Grundlage der Landwirtschaft. Mit Biodynamik entwickelt sich der Boden. Er wird mit der Zeit humus-reich, krümelig, wohl-strukturiert und durchlässig für Luft und Wasser. 1924 beschrieb Dr. Rudolf Steiner wie eine Reihe von aktivierenden biologischen Präparaten herzustellen sind, die Böden entwickeln in der oben beschriebenen Art und Weise. Und die den Pflanzen ermöglichen bei optimaler Gesundheit zu wachsen und sich dabei natürlich aus dem Humus im Boden ernähren, nicht künstlich aus dem Wasser im Boden. Das wird im folgenden beschrieben:

      Ernährung der Pflanzen:
      Natürlich Ernährung der Pflanzen:
      Der kolloïdale Humus im Boden enthält viele der Nährstoffe. In wasserlöslichem Zustand werden sie in den kolloïdalen Strukturen des Humus für die Wurzeln der Pflanzen bereit gehalten. Das Wasser im Boden bleibt so rein und enthält nur sehr wenig gelöste Mineralien. Da Pflanzen über keinen eigenständigen Wärmehaushalt verfügen wie die Tiere, sind sie von der Wärme dem Licht der Sonne abhängig, die ihnen signalisiert, wann sie sich zu ernähren haben. Die Pflanze nimmt, sobald Sonnenwärme und -licht da sind, viele Stoffe über ihre Blätter und Stengel aus der Luft und mit ihren feinen Haarwurzeln Nährstoffe aus dem Humus im Boden auf. Pflanzen müssen die ganze Zeit von Wasser durchströmt sein. Sie nehmen Wasser aus dem Boden auf und verdunsten es über die Oberfläche, insbesondere die Blätter, in die Luft. Die Aufnahme von Wasser erfolgt fast vollständig getrennt von der Aufnahme von Nährstoffen. Wasser wird von dickeren, fast vertikalen Wurzeln aufgenommen. Dieses Wasser ist rein. Es enthält nur sehr wenig gelöste Mineralien. Die Pflanze hat so einen ausgewogenen Metabolismus. Die Nährstoff-Aufnahme entspricht dem durch die Sonne gesteuerten Wachstum der Pflanze. Die Pflanze ist aufrecht, hat eine gesunde grüne Farbe und ist für angreifende Insekten und Krankheitserreger wenig attraktiv.

      Unnatürliche Ernährung von Pflanzen
      Wenn künstliche, wasserlösliche Dünger, roher Dung oder schlecht gemachter Kompost in den Boden eingearbeitet werden, dann lösen sich die darin enthaltenen Mineralien und verteilen sich über das ganze Wasser des Bodens. Der Einfluss der Sonne als Regler der Ernährung der Pflanzen wird so reduziert. Planzen bekommen so mehr als sie metabolisch brauchen können, die Zellen der Pflanze werden übervoll an mineralischen Salzen. Die Pflanze nimmt dann noch mehr Wasser auf um diesen Salzüberfluss zu verdünnen, aber mit dem Wasser kommen noch mehr gelöste Salze. Die Zellen werden überfüllt mit mineralischen Salzen und Wasser. Die Pflanze sieht aufgeblasen, dunkel- bis blaugrün aus. Der Wirkungsgrad der Photosynthese wird schlechter. Die Pflanze ist krank und wird anfällig für Insekten und Krankheiten. Geschmack, Nährwert, und Haltbarkeit nehmen ab.


      Biologisch-dynamisch arbeitende Bauern und Gärtner brauchen eine Vielzahl an Materialien und Methoden um einen gesunden Gehalt an Humus zu erreichen, mit guter Struktur und hoher biologischer Aktivität im Boden. Dazu gehören unter anderem:

      Die biologisch-dynamischen Präparate

      Gute Präparate herzustellen verlangt viel Wissen und handwerkliches Geschick. Am Besten erlernt man es bei einem Könner.

      Das Hornmist-Präparat “500”
      - die wirkungsvollste Substanz auf Erden für die Entwicklung der Bodenfruchtbarkeit. Auf feuchten Boden gespritzt, fördert es die mikrobielle Aktivität, Humus Gehalt und Wurzelwachstum. Das bewirkt immer besser strukturierte, reichere, tiefere und dunklere Böden. Es wird aus Kuhdung hergestellt.

      Dieses Präparat mit den Kompostpräparaten geimpft wird zum "Präparierten 500". Damit wird dem Boden die Wirkung der Kompostpräparate beim Ausbringen des Hornmist-Präparates "500P" vermittelt. Das hilft beim "Boden verlebendigen" dort wo es nicht möglich ist Kompost auszubringen.

      Das Hornkiesel-Präparat “501” - der Licht-Spray. Es wird gebraucht um mehr Licht in die Pflanzen zu bringen, wenn diese ein Uebermass an Wässrigkeit oder Fruchtbarkeit zeigen. Die Pflanzen werden dadurch straffer und aufrechter und entwickeln Geschmack, Süsse und Haltbarkeit. 501 wird von Quarzkristallen gemacht.

      Kompostpräparate
      Die Kompostpräparate Schafgarbe “502”, Kamille "503", Brennessel "504", Eichenrinde "505*, Löwenzahn "506" und Baldrian “507” werden von speziell zubereiteten Pflanzenmaterialien gewonnen. Sie werden den Komposthaufen beigegeben. Bei Zugabe zum “500” ergibt das “präpariertes 500”, ein umfassenderes “500”.

      Bodenbearbeitung
      Biologisch-dynamische Bauern und Gärtner brauchen sorgfältig ausgewählte Werkzeuge um die Bodenstruktur zu schonen und weiter zu entwickeln. Gemüsegärtner zum Beispiel brauchen zum graben Gabeln mit schlanken Zinken und nicht Spaten.

      Säen gemäss dem Mond und der Sterne
      Biologisch-dynamische Bauern und Gärtner brauchen einen speziellen Aussaatkalender der auf Basis vieljähriger wissenschaftlicher Forschung jährlich neu erstellt wird. So kann erreicht werden, dass Pflanzen mehr Wurzel oder mehr Blatt, Blume oder Frucht entwickeln. Schneiden, Pfropfen etc. können so auch in den dafür geeignetsten Zeiträumen erfolgen. Für mehr Information verweisen wir auf die Literatur oder noch besser ein Gespräch mit einem biologisch-dynamischen Praktiker.
      Das Spezifische

      Die biodynamischen Präparate
      Die Präparate vermitteln Kräfte, die aus der umgebenden Luft, dem Boden und der gesamten Biosphäre kommen. Wir unterscheiden zwischen den Kompostpräparaten und den Spritzpräparaten.


      Die Kompostpräparate
      Sie dienen dem lebendigen Aufbau des Bodens. Die Präparate Schafgarbe, Kamille, Brennessel, Löwenzahn, Eichenrinde und Baldrian bringen die wichtigsten Pflanzennährstoffe in eine organische Ordnung. Der Jahresrhythmus spielt eine wesentliche Rolle. Der Boden als Grundlage für gesundes Wachstum benötigt Pflege. Einseitige Wettersituationen bedeuten für den Boden und die Pflanzen oft Stress. Mit solchen Stessituationen muss der Landwirt umgehen können.


      Die Spritzpräparate
      Sie sind bekannt unter der Bezeichnung Hornmist (Präparat 500) und Hornkiesel (Präparat 501). Beide Präparate begleiten die Pflanze während ihres ganzen Lebens von der Aussaat bis zur Ernte. Beide Spritzpräparate sind nach einer einstündigen Dynamisierung einsatzbereit.

      Die kosmischen Einflüsse
      Der Lebensraum der Pflanzen erstreckt sich von der Wurzeltiefe unter der Erde bis in den planetarischen Raum. In dieser Polarität entwickelt sie sich. Der Jahreslauf ist ein wichtiger Faktor für die Gestaltung der Lebensrhythmen. Insbesondere werden die Einflüsse des Mondes beachtet. Auch die übrigen Planeten haben Einfluss auf Entwicklung der Pflanzen. Die Erde hat ihre eigenen Rhythmen. Allein durch ihre Drehung um die eigene Achse innerhalb von 24 Stunden entstehen pulsierende Bewegungen. Die mit der Aus- und Einatmung beim Menschen vergleichbaren Veränderungen innerhalb der Atmosphäre haben auf die Pflanzen den grössten Einfluss. Alle pflanzlichen Lebensprozesse ordnen sich in diesen Tagesrhythmischen Verlauf ein. Wir finden diese Polaritäten überall vor, wo wir es mit pflanzlichem Leben zu tun haben: Erde-Kosmos, Ausatmen-Einatmen, Quantität-Qualität.

      Die artgerechte Tierhaltung
      Nicht nur die Pflanze wird so gepflegt und gehegt, dass sie sich in ihrem Umfeld harmonisch entwickeln kann, auch die Tiere werden möglichst artgerecht gehalten. Kulturpflanzen sind ohne die umsichtige Pflege des Landwirtes oder Gärtners nicht überlebensfähig. Auch unsere Haustiere haben sich durch die Jahrtausende alte Beziehung zum Menschen domestiziert und sind auf den menschlichen Kontakt eingestellt und angewiesen. Eine artgerechte Haltung von Nutztieren will ein Gleichgewicht herstellen von Leistung, Fruchtbarkeit, Gesundheit und Lebensdauer.

      Die Hofindividualität
      Für den biodynamischen Landwirt oder Gärtner sind die klimatischen und örtlichen Verhältnisse seines Betriebes die prägenden und gleichzeitig auch begrenzenden Faktoren auf seinem Betrieb. Die Futtergrundlage ist dadurch gegeben und bestimmt die mögliche Zahl der Tiere, die davon ernährt werden können. Daraus wiederum geht die Düngermenge hervor, die zur Verfügung steht. Dies sind die Grundlagen der gesamten Produktion eines biodynamischen Betriebes. Als Individualität wird es deshalb bezeichnet, weil ein möglichst geschlossener Stoffkreislauf angestrebt wird, ohne Fremdzufuhr von Dünger (Mist oder Kompost) und Futtermittel. Ein in sich geschlossener Betriebsorganismus ist eine Zielvorstellung in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.